Casa Tolone in Luzern: Kürbis, Maroni und lange Abende
- Auf der Herbstkarte stehen Kürbis, Waldpilze, Maroni und Vermicelles.
- Das Stroganoff wird am Tisch flambiert, die Bistecca tranchiert.
- Für Gruppen ab zehn Personen gibt es Menüs zwischen 69 und 115 Franken.
Im November wird es in Luzern früh dunkel. Im November wird es in Luzern früh dunkel. Die Casa Tolone Luzern empfängt ihre Gäste dann mit warmem Licht und gedeckten Tischen. An der Fluhmattstrasse 48 beginnt damit die Jahreszeit für ausgedehnte Abendessen. Kürbis, Waldpilze und Maroni bestimmen die Herbstkarte, während Firmen und Familien bereits ihre gemeinsamen Essen zum Jahresende planen.
Kürbis, Waldpilze und Salbei auf der Herbstkarte
Das Risotto d’autunno bringt mehrere Aromen dieser Jahreszeit zusammen. Kürbis trifft auf Waldpilze, Gorgonzola und Salbeicreme. Wer das Gericht mit Fleisch möchte, kann Kalbsstreifen dazu bestellen.
Auch bei den Vorspeisen hat der Herbst seinen Platz. Die Crema di zucca ist eine Kürbiscremesuppe, die ganz auf das Gemüse setzt. Daneben steht die Insalatina di valeriana, ein Nüsslisalat mit Pancetta, Ei und gerösteten Kürbiskernen. Die Kerne geben dem Salat Biss, während die Pancetta eine salzige Note beisteuert.
Bei der Pasta kommen die Pappardelle al ragù di ceci con guanciale auf den Tisch. Die hausgemachten Bandnudeln werden mit Bio-Kichererbsen, Tomaten und italienischem Speck serviert. Das Gericht ist auch vegetarisch erhältlich.
Die Pasta bildet einen wichtigen Teil der Küche. Verarbeitet wird Bio-Hartweizen von Sardinien, daneben gibt es Teigwaren aus traditioneller Produktion «al bronzo». Verschiedene Ravioli stellt das Restaurant je nach Saison selbst her. Das Brot liefert der Schlossberg Beck in Luzern.
Wenn der Hauptgang direkt am Tisch entsteht
Bei einigen Gerichten endet die Zubereitung erst vor den Gästen. Das Filetto di manzo Stroganoff wird am Tisch zubereitet und flambiert. Bestellt werden kann es ab zwei Personen. Das macht den Hauptgang zu einem gemeinsamen Moment, bei dem die Zubereitung Teil des Essens ist.
Auch die Bistecca alla fiorentina ist für zwei Personen gedacht. Das Schweizer T-Bone-Steak wird am Tisch tranchiert.
Nicht jedes Gericht braucht eine solche Zubereitung, um eine eigene Geschichte mitzubringen. Das Uovo della nostra nonna Michelina geht auf die Art zurück, wie Grossmutter Michelina ein Spiegelei zubereitete: im Tomatensugo mit Tropea-Zwiebeln und Peperoncino. Ein einfaches Gericht, bei dem die Verbindung zur italienischen Familienküche auf dem Teller liegt.
Maroni, Vermicelles und ein Glas Süsswein
Nach dem Hauptgang setzt sich die Herbstkarte bei den Desserts fort. Die Purea di castagne «Montebianco» besteht aus hausgemachtem Vermicelles, Ämmitaler Merengue und Schlagrahm. Wer Maroni lieber mit Glace mag, findet sie in der Coppetta d’autunno: Vanilleglace mit karamellisierten Maroni, Merengue und Schlagrahm.
Eine andere Richtung nimmt das Semifreddo al Torrone d’Asti. Das Halbgefrorene verbindet Nugat aus dem Piemont mit Schokolade. Die Gelati im Casa Tolone stammen von der Gelateria dell’Alpi.
Zum süssen Abschluss kann auch der Wein wechseln. In den beiden Weinkellern des Restaurants stehen über 500 Positionen zur Auswahl. Zu den Desserts passen beispielsweise ein Moscato d’Asti DOCG von Vietti oder ein Vin Santo aus San Gimignano.

Platz für Familien und Firmen
Im November rückt neben dem Essen auch die Frage nach dem passenden Raum in den Vordergrund. Für Geburtstage, Familientreffen und geschäftliche Anlässe stehen im Casa Tolone der Sala Barolo und die Saletta Chianti zur Verfügung. Die Räume bieten Platz für Bankette mit bis zu 50 Personen.
Für Gruppen ab zehn Personen gibt es eigene Menüvorschläge. Die Preise reichen von 69 bis 115 Franken pro Person.
Wer ein Essen ausserhalb des Restaurants organisiert, kann ebenfalls auf die Küche des Casa Tolone zurückgreifen. Das komplette Angebot wird für private und geschäftliche Anlässe auch nach Hause geliefert.
Drei Menüs für die Festessen-Saison
Das Menu Ricordi del Piemonte beginnt mit einem Vorspeiseteller aus dem Langhe-Gebiet. Darauf folgen Tajarin mit Steinpilzragout und Rindsschmorbraten an Barolosauce mit Polenta. Eine Käsevariation und Panna cotta schliessen die Menüfolge ab.
Beim Menu della Nonna stehen zunächst Mezzelune auf dem Programm. Danach folgt Kalbsbraten nach Grossmutter-Art, zum Dessert gibt es Tiramisù. Es ist eine kürzere Abfolge, die klassische Gerichte in den Mittelpunkt stellt.
Das Menu «i Gemelli», benannt nach den Zwillingsbrüdern Dario und Domenico Tolone, arbeitet bewusst mit Paaren. Zwei Vorspeisen eröffnen das Essen, danach folgen zwei Pastasorten. Zum Rindsfilet werden zwei Saucen serviert, und auch beim Dessert gibt es zwei verschiedene Kreationen.
Bei einem Firmenessen oder einer grösseren Familienrunde geht es um mehr als die Auswahl der Gerichte. Irgendwann sind die Vorspeisen abgeräumt, das nächste Glas eingeschenkt, und am Tisch gibt es noch einiges zu erzählen. Im Casa Tolone lässt sich dafür ein ganzer Abend einplanen. Gerade in den Wochen vor Weihnachten, wenn draussen längst die Lichter brennen und drinnen noch das Dessert wartet.
Reservation und Öffnungszeiten: Casa Tolone Ristorante und Vinoteca, Fluhmattstrasse 48, 6004 Luzern. Reservationen unter 041 420 99 88 oder auf casatolone.ch. Geöffnet Mittwoch bis Freitag von 11.30 bis 14.30 Uhr und von 18 bis 24 Uhr; Samstag und Sonntag durchgehend von 11.30 bis 24 Uhr. Montag und Dienstag geschlossen.



