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Wenn das Kolosseum rot leuchtet: Was hinter der RED WEEK steckt

Marco Baumann
von
Marco Baumann
24.08.2026
RED WEEK KIRCHE IN NOT, rot beleuchtete Sagrada Família in Barcelona
Die Sagrada Família in Barcelona leuchtet rot. Während der RED WEEK werden weltweit Kirchen und bekannte Bauwerke beleuchtet, um auf verfolgte Christen aufmerksam zu machen.
Darum gehts
  • Die RED WEEK ist eine weltweite Aktionswoche für verfolgte und bedrängte Christen.
  • Kirchen und öffentliche Gebäude werden rot beleuchtet, in Erinnerung an das Blut der Märtyrer.
  • Sie findet 2026 vom 14. bis 22. November statt, auch in der Schweiz.

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Im November taucht ein ungewöhnliches Bild um die Welt. Das Kolosseum in Rom, die Christusstatue in Rio, Kathedralen in ganz Europa, alle in tiefes Rot getaucht. Es ist kein Lichtspektakel und keine Show. Das Rot steht für das Blut der Märtyrer, und es soll auf etwas aufmerksam machen, das die meisten Menschen hierzulande kaum wahrnehmen, die Verfolgung von Christen weltweit.

Das rote Licht und seine Botschaft

Während der RED WEEK leuchten weltweit Kirchen, Klöster und öffentliche Gebäude in kräftigem Rot. Auch einzelne Privathäuser beteiligen sich an der Aktion. Die Farbe erinnert nach dem Verständnis von KIRCHE IN NOT an das Blut der Märtyrer, an Menschen, die wegen ihres Glaubens ihr Leben verloren haben.

Zu den bekanntesten rot beleuchteten Bauwerken gehören das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom sowie die Christusstatue in Rio de Janeiro. Auch zahlreiche Kathedralen und Kirchen in Europa setzen in dieser Woche ein sichtbares Zeichen.

RED WEEK KIRCHE IN NOT, Notre-Dame in Paris rot beleuchtet
Notre-Dame in Paris in rotem Licht. Die Farbe erinnert nach dem Verständnis von KIRCHE IN NOT an das Blut der Märtyrer.

Die Aktion richtet den Blick jedoch nicht nur auf die Vergangenheit. Sie soll auf Menschen aufmerksam machen, die ihren Glauben auch heute nicht frei leben können. Damit rückt sie ein Thema ins Zentrum, das weit über religiöse Fragen hinausgeht. Religionsfreiheit gilt als Menschenrecht und ist in vielen Teilen der Welt keine Selbstverständlichkeit.

Warum es diese Woche gibt

Die RED WEEK wurde vom internationalen Hilfswerk KIRCHE IN NOT international unter dem Namen ACN bekannt, ins Leben gerufen. Die erste Aktionswoche fand 2015 statt. Seither ruft das Hilfswerk jedes Jahr im November dazu auf, bedrängte und verfolgte Christen sichtbar zu machen.

Im Mittelpunkt der RED WEEK steht nach Angaben von KIRCHE IN NOT nicht nur das Schicksal einzelner Glaubensgemeinschaften, sondern auch das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Während der Besuch eines Gottesdienstes in der Schweiz selbstverständlich ist, kann er in anderen Teilen der Welt mit erheblichen Risiken verbunden sein. Dieser Kontrast bildet einen zentralen Gedanken der Aktionswoche.

Eine Zahl, die man kaum glauben mag

Die RED WEEK macht auf Menschen aufmerksam, deren Recht auf Religionsfreiheit eingeschränkt ist. Wie gross dieses Ausmass ist, zeigen Zahlen von KIRCHE IN NOT.

Laut KIRCHE IN NOT leben 413 Millionen Christen in Ländern, in denen die Religionsfreiheit schwerwiegend verletzt wird. Etwa 220 Millionen von ihnen leben in Ländern, in denen sie direkt Verfolgung ausgesetzt sind.

Für viele Betroffene bedeutet der Besuch eines Gottesdienstes oder das offene Bekenntnis zum christlichen Glauben ein persönliches Risiko. Während Religionsfreiheit in der Schweiz selbstverständlich erscheint, ist sie in zahlreichen Ländern eingeschränkt oder gefährdet. Auf diesen Unterschied möchte die RED WEEK aufmerksam machen.

Wie die Schweiz mitmacht

Auch in der Schweiz beteiligen sich Pfarreien, Ordensgemeinschaften, Gebetsgruppen und Einzelpersonen an der RED WEEK. Sie beleuchten Kirchen und andere Gebäude rot, organisieren Veranstaltungen und nehmen sich Zeit für das Gebet für verfolgte Christen.

RED WEEK KIRCHE IN NOT, Jesuitenkirche Luzern rot beleuchtet
Die Jesuitenkirche in Luzern erstrahlt während der RED WEEK in Rot.

Im Jahr 2025 beteiligten sich in der Schweiz 194 Pfarreien an der Aktion. KIRCHE IN NOT Schweiz mit Sitz in Luzern koordiniert die Aktionswoche und begleitet die teilnehmenden Pfarreien und Gruppen.

Die RED WEEK 2026 findet vom 14. bis 22. November 2026 statt.

Eine Woche, die eine Stimme gibt

Die RED WEEK möchte Menschen sichtbar machen, deren Schicksal oft wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Im Mittelpunkt steht nach Angaben von KIRCHE IN NOT das Menschenrecht auf Religionsfreiheit und die Solidarität mit Menschen, die ihren Glauben nicht frei leben können.

Wer mehr über das Hilfswerk KIRCHE IN NOT und seine Arbeit erfahren möchte, findet in unserem ersten Artikel mehr über die Mess-Stipendien und ihre Bedeutung.

Wer sich beteiligen möchte, kann sich als Pfarrei, Gruppe, Familie oder Einzelperson bei KIRCHE IN NOT für die RED WEEK anmelden. Die Aktionswoche bietet verschiedene Möglichkeiten, ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen, sei es durch die rote Beleuchtung eines Gebäudes, eine Veranstaltung oder ein gemeinsames Gebet.

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